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Hornbach; Und was bleibt von dir?
Topic Started: Jan 31 2014, 11:50 AM (53 Views)
tanja.öppinger

Auch die aktuelle Hornbach-Werbung arbeitet mit dem Konzept einer Mystery Ad.
Man beobachtet einen Mann, welcher ein Haus betritt. Ob es sich bei diesem Haus oder um das Elternhaus handelt geht nicht hervor. Man sieht eine Rückblende durch die Augen des Mannes, wie er als kleiner Bub vor einer Holztreppe sitzt und seinem Vater beim Arbeiten hilft.
Bei der Treppe handelt es sich durch eine reine Handarbeit und der Bub hat die Ehre seinem Vater assistieren zu dürfen.
Der Mann erinnert sich exakt daran was sein Vater einst zu ihm sagte. „Emil, bringst du mir den nächsten hoch?“, flüstert er zu sich selbst und denkt an den Moment, wie er vor vielen Jahren freudig seinem Vater diesen Gefallen erfüllt.
Der Protagonist namens Emils fasst die Treppe an um vermeintlich seinen Vater zu berühren. Erst jetzt wird aufgelöst, dass es sich hierbei um eine Werbung für den Baumarkt Hornbach handelt.

Die ZuseherInnen hingegen bleiben traurig und betroffen zurück. Viele empfinden diese Werbung als makaber, unpassend – aber eines gelang Hornbach definitiv; die Werbung hat die ZuseherInnen berührt und bleibt ihnen im Gedächtnis. Diese Werbung ruft Emotionen in den ZuseherInnen hervor, bringt sie zum Nachdenken und vielleicht verfolgt diese theatralische Frage „Und was bleibt von dir?“ sie noch den restlichen Tag. Somit zielt die Werbung auf das Langzeitgedächtnis der KundInnen ab.

Jeder Mensch hat das Bedürfnis nach seinem Ableben nicht vergessen zu werden. Ich vermute, dass dieses Bedürfnis, von anderen erinnert zu werden, sich durch mehrere Ebenen der Maslow’schen Bedürfnispyramide zieht. Sowohl soziale Bedürfnisse (seinen Lieben etwas zurück zu lassen, bzw. von ihnen erinnert zu werden), individuelle Bedürfnisse (Anerkennung für etwas zu bekommen, was man selbst errichtet hat und wofür man erinnert wird) sowie auch das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung (Handwerken als Hobby) werden in dieser Werbung gleichermaßen angesprochen.


Link zu Werbung:
http://www.youtube.com/watch?v=kPKijPoxwe0
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martina.praxmarer

Diese Werbung zielt ganz klar auf die Emotionen des Zuschauers ab.
Zu beginn ist überhaupt noch nicht klar um welches Produkt/Firma es gehen könnte und auch die Handlung ist noch etwas verwirrend. In der Szene, in der der Mann jedoch nach der Hand seines Vaters greift und diese nicht mehr da ist, wird das Rätsel gelöst.
Ich finde diese Werbung durchaus gelungen, wenn sie regt zum Nachdenken an, auch wenn die Werbung bereits vorbei ist.
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